#1

Rolf aus dem Ruhrpott- allgemeine Fragen

in Uservorstellung 05.04.2008 00:08
von rolf (gelöscht)
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Hallo miteinander !
Mein Name ist Rolf und ich lebe im Ruhrpott, in der Schalke-Stadt .

Nach vielen Jahren "Vogel-Pause" beabsichtige ich , mir wieder Vögel zu halten.
Vor Jahren als Jugendlicher und junger Erwachsener hielt ich Sittiche, Diamanttäubchen und Zebrafinken.
Ein alter Traum waren Gouldamadinen, was aber damals wegen der schwierigen Haltung und aus Elterntoleranz-Gründen
nicht möglich war.

Jetzt habe ich mich in div. Vogelforen danach umgeschaut und in Lektüre gelesen. Dabei bin ich auf mehrere Arten gestoßen die ich ebenfalls wunderschön und interessant finde, zB die Weißkopfnonne ; die Schwarzkopfnonne; die Muskatamadine.

Leider höre ich aus den Texten in den Foren raus, daß es unheimlich schwierig ist überhaupt an diese Tiere zu kommen !?

Ich würde gerne fragen,
- inwieweit das überhaupt realistisch ist, Vögel dieser Arten zu erhalten.

- ob es wahr ist, daß bei diesen Vögeln der Gesang so leise ist, daß man nur "die Kehlfedern vibrieren sieht" (Zitat aus Prachtfinkenbuch).

- mir ist die Klassifizierung nicht ganz klar, hier im Forum stehen die Nonnen unter "Munia-Arten", in den Büchern die ich derzeit lese werden sie mit "Lonchura " benannt. Sind die Begriffe austauschbar ?

- derzeit (wir suchen Eigentum) wohne ich noch zur Miete. Mit welchen Bedingungen könnte ich die o.g Vögel (soweit überhaupt erhältlich) halten wenn sie in der Wohnung halte ?

Würde mich über Tips und Antworten freuen !
LG Rolf


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#2

RE: Rolf aus dem Ruhrpott- allgemeine Fragen

in Uservorstellung 05.04.2008 13:21
von Carmen | 103 Beiträge | 116 Punkte

Hallo Rolf,

ich bin leider keine Fachfrau auf diesem Gebiet, werde aber gerne versuchen, deine Fragen - soweit mir möglich - zu beantworten:

Ich denke, dass es durchaus realistisch ist, Vögel durch Nachzuchten zu erhalten. Zumindest ist es einen Versuch wert, denn ich glaube nicht, dass das Importverbot - gerade für Vögel asiatischer Herkunft - eines Tages aufgehoben wird. Auch illlegale Importe lassen sich durch Arterhaltung durch Zucht (hoffentlich!) vermeiden.

Wegen des angeblich fast unhörbaren Gesangs kann ich nur von den Weißkopfnonnen berichten. Meine "Herren" haben unterschiedliche Gesänge, wobei zwei Herren tatsächlich "nur" sehr dezent in halber Zimmerlautstärke, aber doch durchaus hörbar und sehr reizend, singen, während die anderen Herren deutlich stärkere Gesangsqualitäten vorweisen bis hin zu einem Exemplar, das morgens um vier Uhr die Nachbarschaft aus den Federn trällert

Robin Restall, der Autor des Buches "Munias and Mannikins" klassifiziert die Weißkopfnonne (white-headed munia / munia = Nonne) zur Lonchura maja (Lonchura maja Linnaeus). Ich verstehe dies so, dass die Bezeichnung Lonchura der Oberbegriff zu Klassifizierung Munia ist.

Meine Weißkopfnonnen sind in der Wohnung untergebracht und das bereitet absolut keine Probleme, wenn gewisse Regeln eingehalten werden. Wichtig ist u.a., dass ihre Volieren so großzügig bemessen sind, dass sie darin fliegen und ihre überschüssige Energie abbauen können. Wichtig ist auch eine strikte Regelmäßigkeit im Tagesablauf. Damit meine ich z.B. die Zeiten, wann die Beleuchtungen an und aus gehen, Fütterungszeiten etc. und dass immer Ruhe beim Umgang mit ihnen herrscht, da sonst schnell der Aufruhr ausbrechen kann. Ideal wäre also ein "Vogelzimmer". Die Nonnen sind zwar schreckhaft und unglaublich flink, doch auch sehr neugierig. Sie danken dir deinen guten Umgang mit ihnen durch ihr Verrauen zu dir.

Ich weiß nicht, ob ich deine Fragen zufriedenstellend beantworten konnte. Falls duch weitere oder detailliertere Fragen hast, werde ich mich gerne für dich schlau machen.

Viele Grüße
Camen


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#3

RE: Rolf aus dem Ruhrpott- allgemeine Fragen

in Uservorstellung 05.04.2008 13:44
von Tim | 88 Beiträge | 88 Punkte

Ob wir die Nonnenarten als Lonchura oder als Munia ansprechen hängt lediglich davon ab, an welchen Systematiker wir uns halten!
Munia müsste Wolters sein und Lonchura Howard/Moore.
Wobei letztere überwiegend im englischen Sprachraum Gebrauch findet und somit internationaler ist!


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#4

RE: Rolf aus dem Ruhrpott- allgemeine Fragen

in Uservorstellung 05.04.2008 17:19
von rolf (gelöscht)
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Hallo Carmen,
ertmal vielen Dank für deine Antworten.

Zitat
Ich denke, dass es durchaus realistisch ist, Vögel durch Nachzuchten zu erhalten.


Das wäre ja schön. In einem Thread eines anderen Vogelforums hieß es durchgehend, daß derzeit kaum Nonnen zu kriegen seien.
Läßt sich sagen welche Art(en) am wahrscheinlichsten zu bekommen wären ? Wenn ich mich denn umhören würde (wird noch ein wenig dauern) wüßte ich vorher, nach welcher Art ich dann suche.. !?

Zitat
Wegen des angeblich fast unhörbaren Gesangs kann ich nur von den Weißkopfnonnen berichten


In dem Buch über Prachtfinken welches ich mir ausgeliehen hatten wurde wörtlich berichtet, daß der Gesang quasi unhörbar sei und man die Männchen nur erkennen könnte wenn man die Kehlfedern vibrieren sähe.
Die Lautstärke ist für mich ein Kriterium, da ich wie erwähnt noch zur Miete wohne und die Vögel in meinem Arbeitszimmer untergebracht würden.
Außerdem leide ich an einem Tinnitus der absolut keine schrillen Töne erträgt. (Also Papageienarten kämen nicht in Frage )

Zitat
Wichtig ist u.a., dass ihre Volieren so großzügig bemessen sind, dass sie darin fliegen



Und wie groß wäre da eine angemessene Voliere ?
Kann man 1 Paar halten oder muß es eine kleine Gruppe sein ?
Sind die Männchen tatsächlich (mangels hörbaren Gesanges) so schwer von Weibchen zu unterscheiden ?

Vielen Dank für die Infos !
Rolf


Hallo Tim,
danke für die Info. So ähnlich habe ich es vermutet.
LG Rolf


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#5

RE: Rolf aus dem Ruhrpott- allgemeine Fragen

in Uservorstellung 06.04.2008 19:22
von Carmen | 103 Beiträge | 116 Punkte

Hallo Rolf,

stimmt, es ist nicht einfach, Nonnen zu bekommen. Frag doch mal bei Stefan Fischer, dem Vorstand des ILSD, an. Er hat dir ganz bestimmt einen Rat.

Ich besitze seit über 20 Jahren Weißkopfnonnen und kann dir sagen, dass ihr Gesang definitiv hörbar ist, jedoch geht dieser nicht über Zimmerlautstärke hinaus. Die laute "Ausnahmenonne", die ich habe, ist eine Ammenaufzucht, die sich den Gesang ihrer Eltern angeeignet hat. Die Ruflaute einer Weißkopfnonne sind lauter als ihr Gesang, jedoch hört man die Vögel, selbst wenn alle auf einmal rufen, außerhalb der Wohnung nicht. Wellensittiche z.B. sind eindeutig lauter.

Die Voliere sollte m.E. ab 1,50m Breite losgehen. Grundsätzlich wäre es sinnvoll, eine Voliere, die eher in die Breite als in die Höhe geht, auszuwählen, weil die Vögel eher vertikal fliegen.

Früher hielt ich immer nur ein Nonnenpärchen, würde dies heute jedoch nicht mehr tun, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie sich im Schwarm am wohlsten fühlen und am muntersten sind. Bei vier oder sechs Vögeln einer Sorte ist immer etwas los. Sie "blühen" buchstäblich auf, wenn sie zu mehrt sind. Und einen Fernseher brauchst du auch nicht mehr, denn es gibt kein besseres, kurzweiligeres und erholsameres Programm, als das in der Voliere

Es ist nicht leicht, die Männchen von Weibchen zu unterscheiden, da gebe ich dir recht, jedoch kann man sich, wenn man sich nur auf den Gesang verlässt, irren. So manches vermeintliche Weibchen hat sich als Männchen entpuppt, als es in eine Gruppe gesetzt wurde, in der es sich wohl fühlt
Solltest du also einen Vogel singen sehen, dann kannst sicher du davon ausgehen, dass es ein Männchen ist. Bei Weibchen wäre ein DNA-Test als Bestätigung sicher ratsam.

Viele Grüße
Carmen


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#6

RE: Rolf aus dem Ruhrpott- allgemeine Fragen

in Uservorstellung 06.04.2008 19:51
von Carmen | 103 Beiträge | 116 Punkte

Upps... Ich habe einen Quatsch geschrieben! Ich meinte statt:

Zitat von Carmen

..., weil die Vögel eher vertikal fliegen.



natürlich, dass sie eher horizontal fliegen

Sorry!


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