#1

Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 28.06.2015 17:46
von alfriedro | 202 Beiträge | 265 Punkte

Hallo Ihrs,

der Frühling war bei uns ziemlich kühl und seh trocken. Nun hat es ein paar mal geregnet und es wird endliche warm. In meiner AV sind jetzt alle Prachtfinken und ein Paar Schönsittiche, das schon Nachwuchs hat. Die anfängliche Scheu der Kleinen vor den Großen hat sich gelegt und nun fliegen andauernd Grashalme durch die Voliere - hinten dran ein Vogel. In den Sträuchern und Bäumen kann ich allerlei Heuballen sehen. Vielleicht gibt es ja diesmal Nachwuchs.
Außer Keimfutter und frische Kräuter und Gräser mit halbreifen Samen haben die Vögelis Eifutter und Weichfresserfutter sowie die Insekten, die die AV bevölkern. Ich bin gespannt.

Grüße, Alex



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#2

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 28.06.2015 20:15
von amigomaus | 43 Beiträge | 71 Punkte

Hallo bei mir ist es genau das selbe seit es wärmer geworden ist bauen in der Außenvoliere die Baunkopf , weiskopf und Weisscheitelnonnen an ihren Nestern .Nur die Zwergnonnen wollen noch nicht . Ich hoffe das ich dieses Jahr mal einen Jungvogel auf die Stange bringe. Gruß Rainer


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#3

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 06.09.2015 13:44
von alfriedro | 202 Beiträge | 265 Punkte

Hallo,

ich weiß nicht, wie es bei Rainer gelaufen ist und man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben, aber dieses Jahr scheint bei mir doch endlich, nach vier Jahren zum ersten mal wieder Nachwuchs bei den Dreifarbigen zu kommen. Ein Paar hat im Schutzraum ein Nest übernommen, das zuvor die Tüpfelastrilde gebaut hatten, aber doch keine Lust hatten damit etwas zu machen. Fünf Eier waren darin, aus denen vier muntere Kinderchen geschlüpft sind. Sie wachsen gut und öffnen jetzt die Guggelchen. Die übrigen Paare bauen, legen brüten und verwerfen immer aufs Neue. Die Muskaten brüten ohne Erfolg. Für diese suche ich noch zwei Männchen oder Weibchen gegen Männchen im Tausch. Naja, ich will es dann noch mal in den Treibhausvolieren versuchen.
Die Weibchen der Tüpflelastrilde brüten nicht mehr, da zu alt. Ich wünsche mir zwei junge Weibchen für die letzten beiden Zuchtbullen im brütfähigen Alter.

Weniger kompliziert ist es mit den Schönsittichen. Sie haben zwei mal drei Junge in einem ausgefaulten Birkenstamm aufgezogen. Allerdings entgegen meiner Erwartungen mit dem Mutationsgen Opalin. Ich habe ein neues Männchen als zugesichert Wildfarbig.
Auch die Zwergwachteln haben mehrmals gebrütet. Der Vater ist aber an den Nieren krank und konnte nicht gut befruchten. Es gab aber zwei Junge.

Grüße, Alex



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#4

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 06.09.2015 19:30
von sigg | 39 Beiträge | 41 Punkte

Ich möchte da noch mal etwas zur allgemeinen Brutbiologie von Nonnen und Bronzemännchen erwähnen.
Viele meinen, sie müssen mehrere Paare dieser Arten in einer Voliere zur Brut ansetzen!?
ich bin aber nach wie vor der Meinung, das dies meist in die "Hose geht".
Meine eigenen Erfahrungen mit BBN und SKN sagten mir glatt das Gegenteil.
3 Paare nach 6wöchiger Brutvorbereitung in eine 6m³ große Voliere gesetzt.
Im besten Fall zog das dominate Paar einige wenige JV auf. Der Rest war Schweigen.
Die Paare nun getrennt und jedes Paar seperat in eine Voliere gesetzt. Das waren dann 20 JV in 2 Bruten.
Das Gleiche auch für Goulda., waren 6 Paare in einer 20m³ Voliere, so erbrachte der erste Brutgang vielleicht, 12-14 JV. bei Einzelhaltung der Paare aber min. 25JV.
Also geraten die Tiere unter Streß bei der Vergesellschaftung mit vielen Paaren, auch wenn man es ihnen nicht unbedingt ansieht und es auch nicht zu größeren Streitereien kommt.
Ergo heißt es hier für mich; Einzelpaarhaltung ist erfolgreicher und produktiver.
Sigg


SS


zuletzt bearbeitet 06.09.2015 19:31 | nach oben springen

#5

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 06.09.2015 20:40
von amigomaus | 43 Beiträge | 71 Punkte

Hallo das Jahr war sehr schlecht was sicherlich auch an der großen Hitze lag ich habe einige Vögel verloren und mich entschieden das Projekt Nonnen aufzugeben . Wenn ich was anders machen würde dann so wie Sigg es geschrieben hat nur ein Paar pro Box oder Voliere. Lg Rainer


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#6

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 06.09.2015 20:45
von Munia maja | 255 Beiträge | 444 Punkte

Hallo Siggi,

das Problem hatten wir hier schon mal in einem anderen Thread angesprochen. Die Schwarmhaltung ist an sich die schönste und wird dem Schwarmvogel "Nonne" am gerechtesten. Allerdings mögen auch diese Vögel in der Brutsaison ein wenig Distanz und Ruhe - auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei mehreren Pärchen immer nur das dominante zum Zuge kommt. Meist stören sie die anderen beim Nestbau (klauen ihnen Nistmaterial und beanspruchen gleich mehrere Nistgelegenheiten) oder zeigen ganz unterschwellig Aggressionen - diese sind manchmal fast nicht zu sehen, man hört meistens nur so gewisse Töne... Das typische Jagen und Hetzen wie bei anderen Prachtfinken, wie z.B. Zebrafinken, Sonnenamadinen o.ä. kommt bei ihnen so gut wie nie vor. Trotzdem sind sie aggressiv - einfach in einer viel subtileren Weise. Ich hab deutlich weniger Platz als Alex - aber sogar bei ihm treten diese Probleme auf. Wenn man wirklich auf "Masse" züchten möchte (v.a. um die Arten in unseren Volieren zu erhalten), dann kommt man um Einzelpaarhaltung zumindest in der Brutsaison wohl nicht herum. Möchte man hingegen nur ein paar Jungtiere, so ist die Beobachtung des Sozialverhaltens in der Brutsaison im Schwarm wirklich interessanter. Das muss jeder aber für sich selbst entscheiden.

MfG,
Steffi


Jeder Mensch, der an der Schöpfung und ihrer Schönheit Freude empfindet, ist gegen jeden Zweifel an ihrem Sinn gefeit. (Konrad Lorenz)
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#7

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 07.09.2015 09:19
von sigg | 39 Beiträge | 41 Punkte

Steffi, wenn es sich aber um Arten handelt, die sowieso nicht mehr importiert werden, (auch nicht als Schmuggelware) so bleibt die Schönheit und Natürlichkeit der Unterbringung zurück gegenüber der Haltung, die eine bessere Etablierung in unseren Zuchtbeständen verspricht. Was hat denn der sinnlose Zuchtversuch (in meinen Augen) damit zu tun, sich über Jahre mit solchen Tieren zu beschäftigen, bis sie alterssteril sind.
Sigg


SS


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#8

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 07.09.2015 11:37
von alfriedro | 202 Beiträge | 265 Punkte

Hallo Siggi,

es war nicht das vorrangige Ziel, die Nonnen in der Außenhaltung im Schwarm zu vermehren. Die Erfahrung zeigte das auch schon viel früher, dass die Vermehrung unter diesen Umständen problematisch ist. Die Vögel sollten in der AV Kraft für die Wintermonate sammeln, im Herbst wollte ich einen neuen Versuch starten nach der Maßgabe wie Du sie schilderst. Meiner Vorstellung nach wäre der September im Gewächshaus ideal, da nicht mehr so warm, aber noch hell und warm genug. Danach dann die Ruhephase über Winter im gemeinsamen Schwarm. Ich habe letztes Jahr mehrere Versuche unternommen, um herauszufinden, wie ich sie mit meinen Möglichkeiten zum brüten animieren kann. Ich habe Paare separiert sowohl in der AV als auch in geräumigen Boxen gehalten. Mit Bruttrieb förderndem Futter und viel Nistmaterial versorgt. Außer ein wenig Halmbalz war da nichts. Sie kamen nicht in Stimmung. Umso mehr hat mich die aktuelle Situation überrascht und erfreut.

Grüße, Alex



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#9

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 07.09.2015 11:48
von alfriedro | 202 Beiträge | 265 Punkte

Zitat von amigomaus im Beitrag #5
Hallo das Jahr war sehr schlecht was sicherlich auch an der großen Hitze lag ich habe einige Vögel verloren und mich entschieden das Projekt Nonnen aufzugeben . Wenn ich was anders machen würde dann so wie Sigg es geschrieben hat nur ein Paar pro Box oder Voliere. Lg Rainer


Schade, Rainer!

Durch die Hitze habe ich keinen Vogel verloren. Die Tropenkinder kommen mit der Hitze ausgezeichnet zurecht. Das kühle Scheuerwetter zur Zeit macht mir da mehr Sorgen. In den Mittagsstunden sitzen die Vögel tief unten im Schatten der Sträucher und baden zwei mal täglich. Das Wasser muss dann täglich gewechselt werden, da sich Bakterien besonders stark vermehren. Aber auch die 37°C machte meinen Prachtfinken nichts aus, so wie sie jetzt auch bei 17°C gerade im Regen sitzen.



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#10

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 07.09.2015 13:49
von Munia maja | 255 Beiträge | 444 Punkte

Hallo Siggi,

Zitat
Steffi, wenn es sich aber um Arten handelt, die sowieso nicht mehr importiert werden, (auch nicht als Schmuggelware) so bleibt die Schönheit und Natürlichkeit der Unterbringung zurück gegenüber der Haltung, die eine bessere Etablierung in unseren Zuchtbeständen verspricht. Was hat denn der sinnlose Zuchtversuch (in meinen Augen) damit zu tun, sich über Jahre mit solchen Tieren zu beschäftigen, bis sie alterssteril sind.



Du hast in gewissem Maße schon recht - Vögel, die aufgrund welcher Ursache auch immer, nicht zur Zucht zu bewegen sind, sind nach einigen Jahren der Fehlversuche für den Bestand "verloren". Auch bei mir tummeln sich gerade einige BKN, die ich erst im Alter von 3,5 bis 4 Jahren bekomme habe - sie hatten schon eine Odyssee durch mehrere Züchterhände durchgemacht und wurden wieder abgegeben, weil sie "nichts zustande gebracht hatten". Dass sie natürlich in diesem Alter schon langsam ihre Zuchtfähigkeit verlieren, ist mir klar - trotzdem versuche ich es auch "mit solch alten Vögeln". Zumindest eines der Pärchen hat einige Bruten unternommen und es ist wenigstens ein Jungvogel dabei herausgekommen, meist waren die Eier nicht befruchtet oder die Jungvögel starben kurz nach dem Schlupf. So wird es bei vielen Züchtern laufen - auch wenn sie Boxenzucht betreiben. Auch ein Jungvogel ist besser als nichts!
Bezüglich der großen Zahlen der Nachzuchten von ein oder zwei Pärchen bin ich ein wenig skeptisch - was nutzen Dir 20 oder 30 Jungvögel, wenn sie alle die gleiche "Genetik" haben - der genetische Pool verarmt. Die Vielfalt ist doch wichtig - da zählen v.a. auch diese Jungvögel, die aus "kleinen Zuchten" stammen. Die Zucht auf Masse ist oft nur Augenwischerei, weil man denkt, man hat ja genügend Vögel für den Bestandserhalt - setzt man dann Brutpärchen zusammen (wie viele Züchter sind wirklich absolut ehrlich und verkaufen nur echt blutsfremde Vögel...?), zeigen sich die Probleme, weil die Vögel genetisch nicht kompatibel, sprich zu eng verwandt, sind... Ich denke, das ist bei uns zur Zeit einer der Hauptgründe, warum plötzlich in den F2- bis F-irgendwas Generationen die Nachzuchten nicht mehr klappen.

MfG,
Steffi


Jeder Mensch, der an der Schöpfung und ihrer Schönheit Freude empfindet, ist gegen jeden Zweifel an ihrem Sinn gefeit. (Konrad Lorenz)
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#11

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 08.09.2015 08:30
von sigg | 39 Beiträge | 41 Punkte

Sollten wir aber schon unterscheiden...."ob Zucht auf Masse" oder normal zu erwartende Nachkommenschaft.
Es geht sicher nicht um 20 JV von einem Paar und bei 20 von 2 Paaren wäre ja schon im Normalfall Blutsfremdheit unter den JV gegeben...bei vernünftiger Planung bei der Anschaffung der Brutpaare.
Ergo mache ich meine Aussagen nicht an Ausnahmen fest, sondern an der Regel, und die besagt das man bei vernünftiger Zucht mit min. 3 Paaren von verschiedenen Züchtern beginnt, wenn man einen Stamm aufbauen möchte.
Dann sind alle Spekulationen über hypothetische Nachteile "at Akta" zu legen.
Sigg


SS


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#12

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 08.09.2015 19:22
von Munia maja | 255 Beiträge | 444 Punkte

Hallo Siggi,

das hört sich ja alles vernünftig an - wenn man aber von bestimmten Vögeln nur noch sehr wenige Exemplare hat und die Zuchtbuchführung einfach nicht klappt, dann kommt man ganz schnell in die Situation, die ich oben beschrieben habe. Als Beispiel kann ich Dir meine Braunkopfnonnen nennen: man bekommt so gut wie keine blutsfremden Vögel mehr. Da sind 6 komplett blutsfremde Vögel, die dann auch noch als Pärchen harmonieren, fast utopisch. Auch bei optimistischer Schätzung von 20 JV von zwei Paaren haben wir trotzdem für die F2-Generation nur 2 Blutlinien - mehr geht halt nicht. Für die F3-Generation benötigen wir eigentlich schon zwei weitere Blutlinien, damit Blutsfremdheit gegeben ist. Da ist es dann völlig egal, ob ich von den Paaren jeweils nur eine Brut mit vielleicht 3 oder vier Jungvögeln habe oder pro Paar 12 Jungvögel. Spätestens in der nächsten Generation haben wir das Problem mit der nahen Verwandtschaft. Und die Folgen sind offensichtlich: extrem schlechte Befruchtungsraten, hohe Embryonen- und Neugeborenensterblichkeit, wenig widerstandsfähige Jungvögel, Verkrüppelungen etc. Von sehr vielen Züchtern hört man das zur Zeit - auch von denen, die "professionell" Boxenzucht betreiben und mit großer Zahl an Brutpaaren ziehen.

MfG,
Steffi


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#13

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 09.09.2015 18:06
von sigg | 39 Beiträge | 41 Punkte

Nun, das immer geklagt wird, gehört zum Geschäft.
Und manchmal muß man eben weite Wege gehen, denn wenn ich Vögel habe möchte, so ist schon mal ne Strecke von 4- 600Km (eine Strecke) angesagt; so mußte ich mir eben meine 3 wb. - Sonnenamadinenhähne aus Utrecht holen. In der BRD gibt es wohl kaum noch welche...aber wo ein Wille, da ein Weg. Einen reinen wf Glanzsittich durfte ich mir aus Aschaffenburg holen, die Kosten für Benzin etc. übertrafen den Wert des Vogels um ein Vielfaches. Ein Kollege aus den NL hat sich Vögel aus Irland geholt, weil er auf dem Kontinent eben keine blutsfremden Tiere bekommen konnte.
Das ist dann die andere Kategorie der Halter.
Und wenn ich wirklich keine blutsfremden Vögel bekommen kann und da ist jemand, der noch welche züchtet, so gebe ich dem die Tiere, bevor sie bei mir alterssteril werden.
Sigg


SS
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#14

RE: Sommer kann kommen

in Was passiert zu Hause bei mir? 20.09.2015 12:26
von alfriedro | 202 Beiträge | 265 Punkte

Heute habe ich die Familie Dreifarben zusammen mit einigen anderen ins Gewächshaus umgesiedelt. Ich wollte das Risiko umgehen, dass die Jungen ins Außenteil fliegen, wo doch das Wetter so ganz und gar nicht mehr prachtfinkenkonform ist. Würden sie dort verbleiben, da sie ja noch sehr unbeholfen sind, wäre das ihr Tod. Das Jüngste ist noch nicht gänzlich gefiedert. Aber die Eltern füttern weiter, das ist beruhigend. Es sind drei junge Nönnchen, die jetzt die Sonne genießen können.



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