#1

schlechte Fütterung

in Was passiert zu Hause bei mir? 29.05.2011 14:10
von Munia maja | 254 Beiträge | 443 Punkte

Hallole,

hab ein Problem mit einem meiner Braunbrustnonnenpärchen. Der Hahn ist 4 Jahre alt, die Henne etwas mehr als ein Jahr. Sie haben vor ca. 6 Wochen zum ersten Mal ein Gelege ausgebrütet, die vier Jungvögel aber nicht gefüttert, so dass diese nach knapp drei Tagen verendet sind.
Jetzt haben sie wieder seit 10 Tagen zwei Jungvögel im Nest. Diese entwickeln sich zwar einigermaßen, haben aber nie volle Kröpfe, wie man das von anderen kennt. Die Altvögel sind an sich sehr fürsorglich: es sitzt immer einer im Nest.
Was mich nun am meisten irritiert ist, dass die Altvögel fast nur Grünfutter (Karottengrün, Spinat, Vogelmiere, Chicoree, Löwenzahn und Kopfsalat - wobei letzterem mit Abstand am besten zugesprochen wird), Salatgurke und halbreife Rispenhirse fressen. Das restliche Futter (selbstgemixtes Keimfutter, Orlux-Eifutter mit geriebener Karotte, zwei verschiedene Mischungen von Körnerfutter, Kolbenhirse) wird links liegen gelassen. Höchstens mal ein kleiner Happen davon, mehr nicht. Die Vögel kennen das restliche Futter schon lange und haben es vor der Aufzucht gerne gefressen... Wenn ich daran denke, was für Mengen an Futter meine anderen Altvögel in ihre Jungen gestopft haben und damit auch verbraucht haben...
Ich mache mir nun Gedanken, weil ich so das Gefühl habe, dass die Jungvögel bei der Nestkontrolle zu ruhig sind (wirken sehr müde) - beim Betteln haben sie aber kräftige Stimmen. Außerdem werden sie zu einseitig ernährt...
Kann man noch irgendwas unternehmen, damit die Altvögel besser füttern bzw. dem angebotenen Futter besser zusprechen?

Herzlichen Dank für Eure Hilfe,
Steffi


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#2

RE: schlechte Fütterung

in Was passiert zu Hause bei mir? 29.05.2011 22:34
von Johannes (gelöscht)
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Hallo Steffi,

bei deiner umfangreichen Aufzählung an Grün- und Futtersorten fehlt nach meiner Erfahrung bei BBS
das Keimfutter. Meine Paare nehmen und verfüttern fast ausschließlich Keimfutter, dazu etwas Eifutter
und Kolbenhirse. Etwa 2 Tage vor dem Schlupftermin beginne ich mit der Verfütterung von Keimfutter
für die Zeit bis zur Selbständigkeit der Jungvögel, während der Bebrütungszeit setze ich das Keimfutter
ab, damit die Paare nicht zu triebig werden. Grünfutter wird während der Aufzucht auch vermehrt gereicht,
hierbei verfüttere ich halbreife Silberhirse, Hühnerhirse, halbreifer Weizen, Vogelmiere, Gurke und Chicoree.
Mein Eifutter wird angereichert mit geriebenen Möhren, Weizenkeime und Thymian.
Mit dieser Zusammenstellung ziehen meine BBS ihre Jungen bestens auf.

Vielleicht kann dieser Hinweis dir eine Hilfe sein.

Viele Grüße aus Aurich
Johannes


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#3

RE: schlechte Fütterung

in Was passiert zu Hause bei mir? 29.05.2011 23:15
von Munia maja | 254 Beiträge | 443 Punkte

Hallo Johannes,

vielen Dank für Deine Antwort. In meiner Aufzählung der nicht angenommenen Futtersorten steht das Keimfutter an erster Stelle... V.a. auch deshalb, weil ich genau wie Du die Erfahrung gemacht habe, dass dieses normalerweise am liebsten verfüttert wird und das in großer Menge. Ich hab´s ähnlich wie Du gemacht: weil ich bei der ersten Brut das Gefühl hatte, dass der Hahn zu schnell wieder trieb, habe ich es beim Brutbeginn abgesetzt und erst dann wieder gefüttert, als ich mit dem Schlupf der Jungen rechnen musste. Keine Chance, sie nehmen es nicht.
Ich mische es normalerweise selbst aus folgenden Saaten zusammen: Silberhirse, Mannahirse, Senegalhirse, LaPlatahirse und ein wenig Nackthafer. Seit neustem mische ich auch ein wenig Negersaat dazu, weil bei einer Braunkopfnonnenhenne die Eier immer austrocknen. Negersaat ist ja als Ölsaat natürlicherweise reich an Vit D und Vit E. Damit möchte ich die Eierschalenqualität der Hennen verbessern - allerdings wird die Negersaat eher verschmäht. Wie schon erwähnt: zum Anfüttern der Altvögel haben sie das Keimfutter gerne genommen...
Ich habe nun meine kleinkörnige Hirsemischung (bestehend aus Senegal-, Manna-, Mohair-, Japan-, LaPlata- und grüner Hirse) nur mit ein wenig Nackthafer angereichert und werde es als Keimfutter anbieten. Mal sehen, ob sie das wenigstens nehmen.
Als erste Reaktion habe ich einfach die Ration der halbreifen Rispenhirse stark erhöht - und siehe da, die Kröpfe sind voll...

Herzliche Grüße,
Steffi


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#4

RE: schlechte Fütterung

in Was passiert zu Hause bei mir? 29.05.2011 23:34
von Johannes (gelöscht)
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Hallo Steffi,

noch einen kleinen Hinweis: Silberhirse nehmen meine BBS gerne, einmal als Körnerfutter und auch gerne als Keimfutter und halbreif sowieso.

Gruß
Johannes


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#5

RE: schlechte Fütterung

in Was passiert zu Hause bei mir? 30.05.2011 10:37
von yotan PL | 14 Beiträge | 14 Punkte

Ich hatte ähnliche Probleme mit meinen WBbronzemännchen - der Hahn war 3 Jahre, Henne aber nur 8 Monate alt. Sie hat gehudert aber nicht gefuttert. Ganze Brut (4 JV) musste ich wegschmeissen. Im nächsten Brutsaisson habe ich das Paar wieder zur Brut gelassen und sie führten 5 JV aus. Futter, Zuchtbox, Nistmaterial und Nistkasten waren gleich wie lätztes Jahr, also nicht hat sich geändert ausser dem Hennealter. Vielleicht wurde sie reifer?

Mit dem Futter habe ich Probleme bei meinen Schönbürzelchen: die fressen ganzes Jahr alles (Grünzeug, Keimfutter, Würmer, Obst und Gemüse, Ei- und Aufzuchtfutter) nur bei Brüten nehmen sie nur manche Hirsesorten und Kanariensaat und nichts anderes ein. Ich habe auch bisher (3 Jahre lang) keine JV von ihnen bekommen.

Meine Schwarzkopfnonnen haben nur Keimfutter eingenommen - sowohl bevor Brut als auch während JV-aufziehen. Trockenes Futter steht unberührt, wobei ich zum Keimen die gleiche Mischung wie zum Futtern verwende (Deli Nature 56). Erst am 8-9 Tag nach Schlüpfen fingen sie an Aufzuchtfutter einzunehmen. Jetzt (15. Tag) wird Keimfutter langsam in Ruhe gelassen, Aufzuchtfutter dafür muss ich oft und immer öfter nachfüllen.


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#6

RE: schlechte Fütterung

in Was passiert zu Hause bei mir? 04.06.2011 20:40
von Munia maja | 254 Beiträge | 443 Punkte

Hallo Yotan PL,

danke für Deinen Erfahrungsbericht. Scheint also nicht nur bei mir so zu sein, dass die Altvögel manchmal sehr einseitig füttern.

Jetzt ist bei mir alles im Lot: die Eltern haben etwa bis zum 14. Lebenstag fast ausschließlich so weitergefüttert (ich habe mind. dreimal täglich die leeren Rispen der halbreife Rispenhirsen ausgewechselt), damit sind die Jungvögel dann doch recht gut gewachsen. Jetzt füttern sie auch ein wenig mit Karotte vermischtes Eifutter und ein wenig Keimfutter. Die Hauptfütterung besteht aber immer noch aus den halbreifen Hirsen (ich habe neben Silberhirse auch dunklere Rispenhirsen, grüne Rispenhirse und Kinelskoje; dazu halbreife rote Kolbenhirse), Gurke und Grünzeug.
In drei bis vier Tagen sollten die Jungvögel ausfliegen...

MfG,
Steffi


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